Dörte Sehrer

Klarinette

Im Alter von fünf Jahren begann Dörte Sehrer zunächst mit dem Erlernen des Klavierspiels und mit zehn Jahren dann zusätzlich auch mit der Klarinette. Sie studierte in Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Klarinette bei den Professoren Diethelm Kühn und Karl Leister.

Nach einem Aufbaustudium bei Prof. Martin Spangenberg in Weimar schloss sie ihr Studium mit dem Konzertexamen bei Prof. Ralph Manno in Köln ab. Sie war Stipendiatin des „PE – Förderkreis für Studierende der Musik e. V.“ und Preisträgerin beim Klarinettenwettbewerb des Kulturkreis der deutschen Wirtschaft.

Bevor sie Mitglied des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden wurde, spielte sie lange Zeit bei den Berliner Symphonikern, den Niederrheinischen Sinfonikern und den Duisburger Philharmonikern. Neben ihrer Tätigkeit als Orchestermusikerin widmet sie sich auch der zeitgenössischen Musik. So ist sie Mitglied des Münchner Ensembles „opus21musikplus“.

Marat Dickermann

Violine

Marat Dickermann, in Kiew (Ukraine) geboren, erhielt mit fünf Jahren den ersten Geigenunterricht. Er studierte bei Prof. Jacob Targonskij in Riga und an der Musikhochschule in Kiew. Sein Spiel vervollkommnete er bei Prof. Abraham Stern. Meisterkurse bei Prof. David Oistrach und Prof. Juri Jankelewitsch.

Nach Jahren intensiver solistischer und kammermusikalischer Tätigkeit emigrierte er 1978 nach Deutschland und entfaltete seitdem musikalische Aktivitäten vielfältigster Art. Sein künstlerisches Profil umfaßt das kammermusikalische und solistisches Konzertieren gleichermaßen. Marat Dickermanns Repertoire-Schwerpunkte sind Werke jüdischer Komponisten.

Solistische und kammermusikalische Auftritte führten ihn u.a. nach Berlin, Dresden, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Hannover, Bremen, Weimar sowie in die Ukraine, nach Tschechien, Slowakei, Ungarn, Griechenland, Holland, Frankreich, Italien, England, Polen und Portugal. Dazu kommen Aufnahmen beim Slowakischen Rundfunk, sowie bei den Rundfunkanstalten: HR, MDR, SWR und Deutschlandfunk.

Marat Dickermann hat bei Thorofon Werke von Barber, Gerschwin und Milhaud eingespielt; in der Reihe „Musik aus Theresienstadt“ hat er bei Channel Classics eine CD mit Werken von Hans Krasa produziert. 1997 ist die Einspielung von Streichquartetten des verfolgten russischen Avantgardisten, Nikolaj Roslavez, bei NCC erschienen. Die CD „Hebräische Melodie“ mit Werken von Joseph Achron, Joseph Kaminski, Alexander Weprik, Joachim Stutschewski, Lasare Saminski und Julius Engel für Violine und Klavier (mit Monica Gutman-Klavier) ist 2009 bei Zuk Records erschienen.

Stephan Breith

Violoncello

Stephan Breith, 1950 in Köln geboren, studierte bei Molzahn, Koscielny, Palm und Mainardi mit künstlerischer Reifeprüfung und Konzertexamen als Abschluß. 1977-2015 war er 1.Solo-Cellist des Hessischen Staatsorchesters Wiesbaden; 1992 wurde er dort zum Konzertmeister ernannt. Dem Orchester der Bayreuther Festspiele gehörte Stephan Breith von 1997-2015 an.

Breith kennt keine künstlerischen Berührungsängste. So lernte er auf Tourneen mit dem „Ensemble Instrumental Andrée Colson“ auch andere Kulturzusammenhänge in Südostasien, Australien und Afrika kennen, reicht sein Repertoire von Gabrielli bis zur zeitgenössischen Musik, der er häufig als Uraufführungsinterpret zur Verfügung steht, hat er in seiner Zusammenarbeit mit Tänzern und Choreographen multimediale Aufführungen von Bach-, Henze- und Zimmermann-Kompositionen entwickelt, war bzw. ist er Dozent beim Bayerischen und Hessischen Landesjugendorchester, an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und dem Taiwan Youth Orchestra, moderierte und betreute er Jugendkonzert-Reihen in verschiedenen deutschen Städten, gibt er Konzerte für Violoncello solo und in den verschiedensten kammermusikalischen Besetzungen.

Ensemble Musica Laetitia

Das Ensemble Musica Laetitia schreibt über sich: „MUSICA LAETITIA“ ist unser Motto und ist abgeleitet von einem Spruch, den Cembalobauer der Barockzeit auf ihren Instrumenten hinterließen: „Musica laetitiae comes medicina dolorum“, was etwa soviel bedeutet wie „Die Musik ist die Gesellschafterin der Freude und Medizin bei Kummer und Sorgen“.

Das Ensemble „Musica Laetitia“, das 1999 gegründet wurde, besteht aus sieben Instrumentalisten: Traverso, Blockflöte, 2 Violinen, Bratsche, Violoncello, Cembalo und einer Sopranistin. Das Ensemble hat das Ziel, in farbigen Besetzungen Kammermusik des 17. und 18. Jahrhunderts darzubieten. Wir legen Wert auf unsere eigene Musizierfreude und auf ein ein freundliches Miteinander. Interpretatorisch fühlen wir uns der „historisierenden“ Spielweise verpflichtet und verwenden ausschließlich Instrumente der Barockzeit bzw. Kopien zeitgenössischer Vorbilder.

Unser Ensemble hat vornehmlich in Schleswig Holstein und Niedersachsen konzertiert, darunter sind Schloss Gottorf und das St. Johannis Kloster in Schleswig, der Ratzeburger Dom, Kirchen in Kiel und zahlreiche andere Stätten, unter anderem auch in der Ehemaligen Synagoge in Friedrichstadt. Seit 2003 hat das Ensemble in dem Barock Musik Festival zwischen Nord-und Ostsee regelmäßig teilgenommen. Dieses Musikfestival findet alle zwei Jahre statt und bringt Musiker aus mehreren Ländern zusammen.

Kai von Goetze

Kontrabass

Im Alter von sechs Jahren erhielt Kai von Goetze seinen ersten Klavierunterricht. Mit dreizehn Jahren folgte er seiner Liebe zum Kontrabass und begann seine Studien bei Prof. Günter Klaus in Frankfurt. Nach zwei Jahren Unterricht gewann er bei Jugend musiziert auf dem Bundeswettbewerb den 2. Preis.  Sein Studium absolvierte er bei Prof. Reinhold Käppler an der Frankfurter Musikhochschule. Er spielte regelmässig im Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester und als Mitglied des Europäischen Jugendorchesters spielte er unter der Leitung von Leonard Bernstein und Claudio Abbado.

Seit 1985 ist Kai von Goetze Mitglied des hr-Sinfonieorchesters,

1988 avancierte er zum 1. Solo-Kontrabassisten.

1991 war er Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. 

Neben seiner Tätigkeit als Orchestermusiker folgten zahlreiche Rundfunkaufnahmen als Kammermusiker und Solist. 

Er ist Mitglied verschiedener Kammermusikensembles und gibt als Solist Konzerte im In-und Ausland.

Seit 1986 widmet er sich intensiv der Nachwuchsförderung und unterrichtete am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt, an der Mainzer Gutenberg-Universität, an der Musikhochschule Mannheim und zuletzt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt.

Ruth-Alice Marino

Harfe

Ruth-Alice Marinos herausragendes Talent wurde schon frühzeitig gewürdigt durch erste Preise im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, einen Förderpreis des Braunschweiger Kammermusik-Podiums und diverse Fernseh-Auftritte im In-und Ausland. Christof Prick verpflichtete die gerade mal 21-jährige Wahl-Hannoveranerin als Solo-Harfenistin des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover, noch vor Beendigung ihres Studiums bei Prof. Ruth Konhäuser, das sie mit Auszeichnung abschloss.

Seither wurde sie zu zahlreichen Solokonzerten eingeladen, mit niedersächsischen Spitzenorchestern und international renommierten Orchestern wie dem Radio-Television-Orchestra of Ireland oder der Polnischen Kammerphilharmonie.

Tourneen führten sie durch ganz Europa, China, Kanada, Japan und die USA.

Seit 2002 wirkt sie als Soloharfenistin bei den Bayreuther Festspielen mit und wurde aufgrund ihres außergewöhnlich klangvoll und sensiblen Spiels zur Interpretin der großen Solo-Partie im „Tannhäuser“.

Große Dirigenten wie Christian Thielemann, Andris Nelsons, Daniele Gatti, Kirill Petrenko, Waleri Gergiev, Marek Janowski, Simone Young, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock oder Hartmut Maenchen, denen sie wichtige Impulse verdankt, bringen ihr besondere Wertschätzung entgegen.

Seit 2014 gibt sie ihre Erfahrungen als Leiterin der Harfenklasse an der Musikhochschule Hannover weiter, überdies inspiriert sie die junge Harfengeneration auf internationalen Kursen.

Prof. Johannes Klaus

Prof. Johannes Klaus, 1949 in Bottrop geboren, Schauspieler (Theater, Fernsehen), Regisseur (Theater, Film, Fernsehen), Schauspieldirektor (Basel), Intendant (Domfestspiele Bad Gandersheim), Professor (Folkwang-Universität der Künste Essen, Leiter des Studiengangs Schauspiel).
Gastinszenierungen u.a. in Kassel, Wiesbaden, Wuppertal, Aachen, Mannheim, Kiel, Tübingen, Essen, Dortmund, Nürnberg und bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.

Für das Projekt des damaligen Außenministers Steinmeier hat Prof. Klaus mit der Folkwang Universität 2007 eine Theaterakademie in Ramallah aufgebaut, die er noch heute betreut.

Für das palästinensische Ministerium für Erziehung arbeitet er am Aufbau einer Kunstakademie, die Lehrer für Grund- und weiterführende Schulen in den Bereichen Malerei, Musik und Theater ausbilden wird.

Prof. Johannes Klaus ist mit der Malerin und Bühnenbildnerin Birgitta Weiss verheiratet.